Start  |  Datenschutz  |  Kontakt  |  Impressum
Aktuelle Seite: Startseite » Start

Start

11.01.2021

Kein Abschied in präsenter Weise - drei Frauen lassen die gemeinsame Zeit im Interview Revue passieren


Für drei Frauen endete das Engagement im Diözesanleitungsteam. Mit viel Leidenschaft für die kfd und als zukunftsweisende Pionierin hat Inge Dahlbüdding-Heintel aus Hagen zwei Jahrzehnte lang ihre Charismen in den Dienst des Verbands gestellt. In den vergangenen zwölf Jahren übernahm sie Verantwortung als stellvertretende Diözesanvorsitzende. Acht Jahre, vier davon ebenfalls im geschäftsführenden Diözesanvorstand, prägte Petra Tölle aus Lichtenau die Arbeit des Teams. Mit viel Energie und Tatkraft gelang es ihr, wertvolle Erfahrungen aus der kfd-Basis im Ortsverein für den Diözesanverband einzusetzen. Gesellschaftspolitische Themen bestimmten die Arbeit von Marita Brall aus Paderborn-Elsen, die vier Jahre im Team aktiv war. Da eine Würdigung und Verabschiedung in präsenter Weise vorerst nicht stattfinden kann, lassen die Frauen die gemeinsame Zeit in einem digitalen Interview mit Regina Brucksch, Fachfrau für Öffentlichkeitsarbeit, Revue passieren. Was waren die Schwerpunkte eurer Arbeit? Inge und Petra: Als Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands haben wir den Diözesanverband (DV) nach außen vertreten. Dazu gehörte das Mitwirken in der Arbeitsgemeinschaft Frauenverbände im Paderborner Bistum und in Gremien des kfd-Bundesverbands. 2014 musste der DV den Weg in die Eigenverantwortung als „eingetragener Verein“ gehen. Mit Katharina Brechmann trugen wir Verantwortung für das Personal und die strategische Ausrichtung. Marita: Mein Anliegen war es unter anderem, die Rolle der Frauen in Gesellschaft und Politik zu stärken und gerechter zu gestalten. Dafür habe ich mich bei Veranstaltungen unserer kfd und im Ausschuss „Frauen- und Erwerbsarbeit“ des Bundesverbands eingesetzt. So konnten wir bei der alternativen Wallfahrt in Elspe viele Unterschriften für die Forderung nach einer erweiterten Mütterrente sammeln. Welche Ereignisse haben eure Legislaturperioden geprägt? Inge: Das waren viele. Am Anfang meiner Amtszeit fiel der Startschuss für die mit dem Bistum abgestimmte Beauftragung von inzwischen 150 Geistlichen Begleiterinnen. Weiter begeisterte mich das Projekt „kfd der Zukunft“ und das daraus resultierende Angebot von professionellen „Praxisbegleiterinnen“ für Gruppen auf Bezirks- und Ortsebene. Wir haben das Erfassen der Daten für die Mitgliederverwaltung auf Diözesanebene vorangetrieben und Netzwerk-Schulungen veranstaltet. Herausragend war für mich die Mitgliederwerbekampagne. Auf der Bundesebene habe ich sie seit 2014 bei insgesamt 19 Projektgruppentreffen mitgestaltet. 2015 feierte unser Paderborner Verband sein 100-jähriges Jubiläum. Unsere Idee, mit einem kfd-Mobil voller Aktions-Materialien durch das Bistum zu fahren, um die Frauen bei der Werbekampagne zu unterstützen, kam super an. Die Kampagne brachte unserem Diözesanverband 7.500 neue Frauen. Es hat mich besonders gefreut, dass die Hälfte der Neumitglieder unter 50 Jahre alt waren. Petra: Die Kampagne bedeutete mir sehr viel. Zu den Höhepunkten gehörte die längste kfd-Tafel der Welt. Das war eine tolle Aktion. Mehr als die Hälfte aller Gruppen im Diözesanverband luden an einem Junisonntag im Jubiläumsjahr 2015 dazu ein. Dabei konnten wir viele neue Frauen gewinnen. Seit 2019 läuft die dreijährige Verbandsoffensive. Mit den Themen „Geschlechtergerechte Kirche“, „Bewahrung der Schöpfung“ und „Gleiche Rechte - gleiche Chancen - gleiche Macht“ trifft die kfd den Nerv vieler Frauen. Marita: Wir vom Leitungsteam haben die Frauen 2019 dazu aufgerufen, beim Libori-Fest in weißer Kleidung ein Zeichen für eine geschlechtergerechte Kirche zu setzen. Das Bild bei der Andacht der Frauen im vollbesetzten Paderborner Dom werde ich nie vergessen. An welche Höhepunkte erinnert ihr euch besonders gern? Inge: Bei unseren diözesanen Basistagen zum Kennenlernen der kfd haben wir mit Angeboten wie Bogenschießen und einer Kletterwand andere Frauen sprichwörtlich für uns in Bewegung gebracht. Die Vielfältigkeit unseres großen Frauenverbands hat sie begeistert. Petra: Für Gruppen auf Bezirks- und Ortsebene, die sich im Umbruch befinden, planten wir Zukunftswerkstätten mit professionellen Praxisbegleiterinnen. Es hat mich glücklich gemacht, wenn aus der gemeinsamen Arbeit kreative Impulse kamen, die den Weg für einen Neuanfang ebneten. Marita: Beim großen Frauentag auf der Landesgartenschau in Bad Lippspringe habe ich eine unterhaltsame Hutmodenschau organisiert. Das hat viel Spaß gemacht. Wofür setzt ihr euch ein? Inge: Schon in den Leitlinien 1999 haben wir in der kfd die Ämterfrage gestellt. Die Zeit ist reif für Transparenz und die volle Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche. Ich setze mich für eine Kirche ein, die niemanden ausschließt. Petra: Ich finde es gut, unsere Werbekampagnen und Verbandsoffensiven mit Leben zu füllen. Im Spätherbst konnte ich unter Corona-Bedingungen eine Pilgerroute zum Thema Nachhaltigkeit mit vorbereiten. 30 Frauen sind durch das Warburger Land geradelt. Im Leitungsteam habe ich mich für neue Medien wie Facebook und die Durchführung von Videokonferenzen stark gemacht. Marita: Durch das Ehrenamt im Leitungsteam habe ich erkannt, wie wichtig Solidarität unter Frauen ist. Dafür spreche ich mich auch im privaten Umfeld aus. Viele kfd-Stimmen ermöglichen Lobbyarbeit für Frauen. Zusammen geben wir unseren Forderungen Nachdruck. Worin seht ihr persönliche Bereicherungen? Inge: Die kfd ist zukunftsfähig. Sie hat mich immer wieder herausgefordert, Neues zu lernen und auszuprobieren. Es ist eine wertvolle Erfahrung, wenn im Zusammenspiel von Ehren- und Hauptamt tolle Projekte realisiert werden können. Petra: Das sehe ich auch so. Es macht Spaß, gemeinsam Aktionen zu organisieren und zu sehen, wie alle mit ins Rad fassen. Marita: Dieses Gefühl der Verbundenheit unter Frauen habe ich überall gespürt, im Leitungsteam, bei unseren Veranstaltungen und bei den Kontakten zur Basis. Gibt es eine Zukunft mit der kfd? Wie sieht sie aus? Petra und Inge: Als Beraterinnen in Verbandsfragen werden wir für den Diözesanverband Bezirks- und Ortsgruppen mit unserer Erfahrung gern weiter unterstützen. Marita: Ich bleibe Delegierte im Bundesausschuss „Frauen und Erwerbsarbeit“. Inge hat jahrelang Hochgebirgs- und Radtouren organisiert. Bei den Wanderungen war ich an ihrer Seite. Seit 2015 laden Frauen aus dem Bistum zu spirituellen Tages-Wanderungen ein. Dieses Angebot möchte ich weiter koordinieren und in meiner Umgebung eigene Touren anbieten.

„Das kfd-Netz - Was hält uns in der Corona-Zeit?“ lautete der Aufruf des kfd-Diözesanverbands. Das Diözesanleitungsteam freute sich über Berichte und Fotos von kreativen Ideen, die engagierte kfd-Frauen an das Diözesanbüro geschickt haben.

 

Ideen und Material zur Fastenzeit 2021

kfd-Angebote in der Coronazeit

Kontakt halten in der Coronazeit

Helfen in der Coronazeit

Gebet und Gottesdienst in der Coronazeit

Ermutigung in der Coronazeit

kfd-Advent und Weihnachten in der Coronazeit

 

kfd-Mitgliederversammlung und kfd-Vorstand in der Coronazeit